Urlaub in Singapur: Reisetipps für die Stadt der Gegensätze

Singapur ist ein Traumziel in Südostasien. Der kleine Stadtstaat mit seinen etwa 5,5 Millionen Einwohnern ist ein prickelnder Mix aus Tradition und Futurismus. Nach den Einwanderungswellen des 19ten Jahrhunderts bildete sich ein faszinierender Schmelztiegel für Einflüsse aus dem Osten und Westen, weshalb ihr in eurem Urlaub in Singapur aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Hier gibt es tolle Tipps für eine Reise in das tropische Ziel.

1. Kolonialviertel

Singapur hat eine abwechslungsreiche Geschichte, in der die Kolonialmacht Großbritannien eine bedeutende Rolle spielte. Um in die Landeshistorie abzutauchen, bietet sich daher ein Besuch des Kolonialviertels an, das ihr über die älteste Brücke, die Cavenagh Bridge erreichen könnt. Der Spaziergang über den Singapore River wird durch einen Blick auf das Asian Civilisations Museum belohnt, das einst das Standes- und Einwohnermeldeamt beherbergt hat. Heute könnt ihr dort einzigartige Kunstschätze der Peranakan bestaunen – der malaiisch-chinesischen Mischkultur, die so typisch ist für Singapur. Unweit des Museums, steht man dem Gründer Singapur’s gegenüber – Sir Stamford Raffles – und kann das 1827 errichtete Parlamentsgebäude besuchen, das heute ein Kunstzentrum ist. Klassische Musik des Singapore Symphony Orchestra ertönt in den prunkvollen Räumlichkeiten der Victoria Memorial Hall.

2. Der Botanische Garten

Botanischer Garten

Fast jede große Metropole rühmt sich mit einem Botanischen Garten, aber die Anlage in Singapur ist wirklich was Besonderes. Jährlich strömen über 4,2 Millionen Menschen dorthin, da es keinen bedeutenderen Botanischen Garten innerhalb Asiens gibt. Er erstreckt sich auf einer Fläche von rund 52 Hektar, die von kunterbunten Blumenbeeten, immergrünen Urwäldern und prächtigen Büschen geprägt ist. Der Ursprung des Gartens geht in das Jahr 1822 zurück. An seinem heutigen Erscheinungsbild wird seit 1859 gearbeitet. Durch den primären Regenwald dort, der sich faktisch mitten im Stadtgebiet befindet, hat sich der Botanische Garten den Titel des Weltkulturerbes redlich verdient, denn diese Kombination ist auf der Welt einzigartig. Die Grünanlage wird gerne von den Einheimischen genutzt, um sich am Morgen dem Tai Chi zu widmen oder sich am Abend von einem stressigen Arbeitstag zu erholen. Zugleich dient er der Stadt als Anbauzone für lokale Pflanzen, mit denen das übrige Stadtgebiet begrünt wird.

3. Marina Bay Sands

Bei Marina Bay Sands handelt es sich um ein Luxushotel der Superlative, das 2010 eröffnet worden ist. Die vielen Stockwerke nehmen zusammen eine Fläche von mehreren Fußballfeldern ein, auf der sich unter anderem Kasinos, Hotelzimmer, Bars, Nachtclubs und Restaurants befinden. Auch Museen, ein Messezentrum, Geschäfte und zwei Theater gehören dazu. Ein besonderes Highlight des bis zu 191 Meter hohen Komplexes, ist der SkyPark. Er verbindet auf anmutige Weise alle drei Türme miteinander. Zu ihm gehört außerdem ein 146m langer Infinity Pool, der aber selbstverständlich den Hotelgästen vorbehalten ist. Das Museum in dem Gebäudekomplex begeistert durch seine originelle Lotusblütenform und besitzt eine flexible Dachkonstruktion. Das Dach erlaubt einen spektakulären Effekt: Wenn es regnet, speist das Regenwasser einen künstlichen Wasserfall. Bei Sonnenschein wird auf den Wasserfall eine kunterbunte Lasershow projiziert.

Marina Bay Sands

4. Hinduistischer Tempel Sri Mariamman

Trotz der vielen europäischen Einflüsse in Singapur wird man sehr schnell daran erinnert, dass es sich um einen asiatischen Staat handelt. Die alten Stadtviertel Chinatown, Little India und Kampong Glam, locken mit typisch asiatischen Eindrücken. Sehr deutlich wird dies jedoch an dem Hindutempel Sri Mariamman, der durch seine prachtvolle, farbenfrohe Architektur fasziniert. Der wichtigste hinduistischeTempel liegt allerdings nicht, wie anzunehmen, in Little India, sondern mitten in Chinatown und ist im Jahr 1827 errichtet worden. Obgleich nur rund 5,1 % der Einwohner Hindus sind, sind in den heiligen Räumlichkeiten oft typische Rituale zu beobachten, wie der Feuerlauf während des Thimithi Festivals. Ihr dürft es nur ohne Schuhe betreten. Besonders schön ist der Eingangsbereich, dessen mächtiges Tor mit Gestalten der hinduistischen Mythologie verziert ist.

Sri Mariamman

5. Chinatown

Das chinesische Viertel befindet sich südlich vom Singpore River und zeichnet sich durch typisch chinesischen, mitreißenden Trubel aus. Ihr nehmt in den Straßenzügen exotische Gerüchte wahr und kommt an etlichen Geschäften vorbei. Gebäude aus der Kolonialzeit stehen neben Bauten aus den letzten Jahren, wodurch sich ein kunterbunter Architekturmix ergibt. Besonders beliebt ist der Nachtmarkt von Chinatown, der – anders als der Name vermuten lässt – ebenfalls tagsüber offen hat. Auf ihm sind unter anderem Jaderinge, Shirts und Glaskugeln zu finden. Foodies dürfen sich abends die Smith Street nicht entgehen lassen:  Sie wird für den Verkehr gesperrt und avaciert zum Schlemmerparadies.

Quelle

China Town