DIE PERFEKTEN 48 STUNDEN IN MARSEILLE

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Marseille, die zweitgrößte Stadt Frankreichs, Kulturhauptstadt 2013 und das ‚Tor zum Orient‘ ist definitiv einen Trip wert. Die Stadt vibriert, pulsiert, duftet, klingt und leuchtet voller saftig-knalligen Farben! Ich würde sagen: Wasserflasche eingepackt und los geht’s!

ANKUNFT AM GARE ST. CHARLES

Hast Du nur 48 Stunden zur Verfügung, dann solltest Du die Ankunft am Bahnhof Gare St. Charles planen. Ob Du am Abend oder am frühen Morgen anreist – von dem auf einem Hügel gelegenen Bahnhof hast Du einen unglaublichen Blick ins Innere der Stadt. Bereits in den ersten Minuten bekommst Du einen unverwechselbaren Eindruck dieser paradoxen Metropole (Vorsicht mit viel Gepäck, der spannendste Weg vom Bahnhof in die Stadt führt 103 Stufen hinunter).

NOTRE-DAME DE LA GARDE

Es ist ein etwas steiler Anstieg, aber er lohnt sich. Erstens kommt man auf dem Weg am Vieux-Port, dem alten Hafen vorbei. Hier wird jeden Morgen mit frischem Fisch gehandelt, was natürlich einen Abstecher wert ist. Zweitens hat man, oben angekommen, von der Terrasse der Basilika einen Sehnsucht erweckenden Ausblick auf die Stadt, die Frioul-Inseln (u.a. das Château d’If – bekannt aus dem Roman Der Graf von Monte Christo) und die Ferne des Mittelmeeres.

LE PANIER

Marseille_Farbenpracht

Zurück in der Innenstadt sollte man durch die Gassen der Altstadt irren. Le Panier erinnert an ein kleines Dorf inmitten der Stadt. Aus offenen Fenstern klingt oftmals französischer Hip Hop, für den Marseille bekannt ist, und an Wäscheleinen weht, vom Mistral berührt, bunte Wäsche.

In den letzten Jahren haben sich hier viele kleine Boutiquen und Ateliers niedergelassen – perfekt, wenn man Lust auf Stöbern hat. Auf dem Place des Pistoles kann man sich eine gute Verschnaufpause gönnen und sich in einem der Cafés stärken.

SONNENUNTERGANG AM VIEUX-PORT

Da Marseille dazu einlädt immer mal wieder die Straßen entlang zu wandern und sich von den Fassaden der Häuser beeindrucken zu lassen, tut es gut sich am Abend mit einem Glas Wein an den Hafen zu setzen, den Sonnenuntergang zu betrachten und den Tag Revue passieren zu lassen. Hier empfehle ich die Bar La Caravelle  (34 Quai du Port, 13002 Marseille) und deren Balkon. Um hinauf zu gelangen, benutzt den Eingang des Hôtel Bellevue.

COURS JULIEN

Um die Stadt in seiner lebendigen Vielseitigkeit zu erleben, gehört auf jeden Fall ein Abend im Viertel Cours Julien und ein Glas Pastis dazu. Denn Pastis gehört zu Marseille, wie das Meer, die Berge, der frische Fisch und die orientalischen Leckereien. Im Cours Julien spielt das Leben auf der Straße. An allen Ecken klingt Musik: Reggae, Jazz, Blasmusik, Hip Hop… Kinder spielen bis in die späten Abendstunden draußen, während ihre Eltern mit Freunden ein Glas Wein trinken. Plus belle la vie!

Marseille_Kulturhauptstadt 2013

STRÄNDE

Bist Du am zweiten Tag von Eindrücken erschöpft und hast Lust Dich vom Salzwasser erfrischen zu lassen, gibt es die Möglichkeit sich an einen der vielen Strände zu legen. Am besten einfach in den Bus 83 steigen und die Küste entlangfahren. Marseille hat einige angelegte Strände: Les Catalans (der Stadtstrand), Le Prophète, Pardo und La Ponite-Rouge, dies sind die bekanntesten Sandstrände an der Küste Marseilles.

Marseille_Cafes und Lebenskultur

Willst Du etwas Ruhiges haben, dann lohnt es sich etwas früher aus dem Bus zu steigen und die Straßen um das Viertel Endoume zu erkunden. Hier gibt es die ein oder andere kleine Bucht, in der Fischerboote anlegen und man auf großen Steinen in Ruhe sonnenbaden kann.

Zum Ausklang des kurzen Trips könnte man sich noch Les Moules Frites und eine Karaffe Wein bestellen – bonne appetit et bonne voyage!

Sightseeing mal anders

Quelle

In unserem zweiten Teil der etwas andersartigen Stadtbesichtigung schlagen wir euch weitere tolle Städte und aufregende Touren vor.

Weiter geht’s. Diesmal führen wir euch durch Dublin mit dem Amphibienbus, mit dem Trike durch die Berge Schottlands und auf dem Segway durch Europas Metropolen.

1. Mit dem Amphibienbus durch Dublin

 Es fällte euch schwer, zwischen Bus und Boot zu entscheiden? Zerbrecht euch nicht länger den Kopf! Amphibienfahrzeuge – eine Mischung aus Bus und Boot – machen beides möglich. Im keltisch geprägten Dublin tragen diese, wie kann man es anders erwarten, den Namen Viking Splash. Begleitet von einem „Wikingerführer“ erlebt ihr solch namhafte Sehenswürdigkeiten, wie das Trinity College, die Dublin Docklands am Liffey-Fluss sowie die prächtige St. Patrick’s Cathedral.

2. Auf dem Segway durch Europas Metropolen

Stadtbesichtigungen zu Fuß können ganz schön anstrengend sein, vor allem im Sommer, wenn die Hitze drückend über der Stadt liegt. Eine tolle Alternative, bei der der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt, ist eine Tour mit dem Segway. Diese werden in vielen Städten rund um den Erdball angeboten – von Berlin bis Budapest, Atlanta bis Amsterdam. So spart ihr jede Menge Puste und könnt euch wesentlich mehr in kürzer Zeit ansehen.

3. TukTuk-Tour in Johannesburg, Südafrika

Sightseeing anders

Lasst euch doch einmal Johannesburg und seine versteckten Ecken und Winkel auf einem TukTuk zeigen. Diese dreirädrigen, witzigen Gefährte werden von einem südafrikanischen Guide gelenkt. Während der Fahrt erlebt ihr Dinge, die in keinem Reiseführer stehen. Direkt aus dem Nähkästchen erfahrt ihr alles über das Tauziehen der Freiheitskämpfer, seht bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten und werdet zu den urigsten Restaurants und Cafés geführt.

4. Trike-Tour durch Schottland

Rundreisen anders

Wer die frische schottische Luft und das sagenhafte Landschaftsbild hautnah erleben möchte, sollte eine Tour auf dem Herkules unter den Dreirädern – dem Trike – unternehmen. Der Touranbieter Trike Tours hat die unterschiedlichsten Ausflüge in Schottland und im englischen Lake District im Angebot. Motorradkluft samt Handschuhe und Helm mit integriertem Headset sind bei dieser mehrstündigen Tour inklusive. Ein tolles Erlebnis und sagenhaftes Freiheitsgefühl.

5. Mit Schneeschuhen durch Quebec City, Kanada

Stadtrundgang anders

Eine Tour mit dem gewissen Etwas: Zieht euch eure Schneeschuhe an und begebt euch vor die Tore Quebecs zur geschichtsträchtigen Abraham-Ebene (Plains of Abraham). Der wunderschöne Landstrich ist wegen einer weniger schönen Sache bekannte: Vor rund 300 Jahren hat sich hier eine bedeutende Schlacht zwischen Briten und Franzosen zugetragen. Heute wird das Gebiet von Einheimischen und Besuchern als Freizeit- und Erholungsraum genutzt. Zieht euch warm an, schnappt euch eine Laterne und schließt euch der geführten Tour Snowshoer’s Walk an. Bei einer heißen Schokolade erfahrt ihr vom Stadtführer alles über die historischen Hintergründe der Schlacht.

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