Geheimtipps für Budapest

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Budapest an sich ist für mich bereits ein Geheimtipp. Bei vielen Reisenden steht die Hauptstadt Ungarns eher selten auf dem Reiseplan. Dabei hat sich die Stadt an der Donau in den letzten Jahren gut entwickelt und zeigt sich den Besuchern als weltoffen und lebendig.
Auch bei meiner Reiseplanung war Budapest eher ein Kompromiss, da wir in unserer kleinen Reisegruppe eine Stadt in Europa finden mussten, wo bisher noch keiner gewesen ist. Und es hat sich gelohnt, denn Budapest ist wirklich sehr schön und eine der wenigen Großstädte in Europa wo man noch für kleines Geld Urlaub machen kann.


Es gibt einiges zu entdecken und viel zu sehen, aber heute möchte ich euch meine 4 Geheimtipps für einen Besuch in Budapest dalassen.

Jüdisches Viertel
Das jüdische Viertel im Ganzen gilt wahrscheinlich nicht mehr wirklich als ein Geheimtipp, aber wer sich die Zeit nimmt dieses Viertel zu entdecken, wird schnell Orte kennenlernen, an denen man sich wohlfühlt und so seinen eigenen Geheimtipp finden kann, denn das jüdische Viertel präsentiert sich sehr vielseitig und trotzt nur so von spannenden und interessanten Locations und Plätzen.

Im jüdischen Viertel feiert man mit Touristen und Einheimischen gleichermaßen und findet viele kleine Cafés und Restaurants zum Verweilen. Vor allem die berühmten Ruin Bars solltet ihr besuchen. Hier findet man sich in einer komplett anderen Welt wieder. Kein Geheimtipp aber ein Muss ist das Szimpla kert – eine Ruin Bar mit sehr viel Charme.

Aber kommen wir nun zu meinen Geheimtipps im jüdischen Viertel. Wer unter Reisenden aus aller Welt die Nacht zum Tag machen möchte, der ist im Hive sehr gut aufgehoben. Das Hive ist in der Woche ein normales Hostel, wird am Wochenende aber zu einer großen Party, die für jedermann zugänglich ist. Sie selbst nennen sich das Party Hostel und das trifft hier definitiv zu, denn der Innenhof wird die ganze Nacht zu einem Club umfunktioniert. Wie man dort nächtigen kann, ist mir ein Rätsel. Ich würde es daher wohl eher als Party-Location empfehlen und nicht als Übernachtungsmöglichkeit.

Wer es eher ruhiger mag und neben gemütlicher Musik noch einen kleinen Happen essen möchte, der sollte im Rácskert vorbei schauen. Hier lässt sich ein anstrengender Sightseeing Tag bei chilliger Musik und leckerem jüdischem Essen gut ausklingen. Hier treffen sich täglich die Bewohner des jüdischen Viertels für ein Feierabendbier. Das Rácskert befindet sich auf einem kleinen Hof zwischen den Häuserfassaden und ist gerade an warmen Tagen ein toller Rückzugsort.
River Bus


Wie in anderen großen Städten Europas gibt es auch in Budapest viele Möglichkeiten eine Stadtrundfahrt zu buchen. In der City finden sich viele Verkäufer für die typischen Hop-On Hop-Off Busse, die man in Budapest durchaus empfehlen kann, da man mit 20 – 30 € zwei bis drei Tage lang damit beliebig oft fahren kann.
Wer aber eine besondere Stadtrundfahrt buchen möchte, der sollte in den Amphibienbus von RiverRide einsteigen. Diese besondere, gut 1,5 h dauernde Tour verbindet Stadtrundfahrt mit Donaukreuzfahrt und findet sowohl auf der Straße als auch direkt im Fluss statt. Ein Umsteigen ist hier also nicht mehr nötig. Der Übergang von Straße in den Fluss ist wirklich ein besonderes Erlebnis, wenn man auch anfangs ein mulmiges Gefühl hat mit einem Bus direkt ins Wasser zu fahren. Die Tour bietet Audio Guides in unterschiedlichen Sprachen, so dass man auch hier viele Informationen zu den Sehenswürdigkeiten Budapests bekommt.

Kosten 28 € für einen Erwachsenen, 20 € für Kinder bis 14 Jahre und Studenten
Abfahrt 1054 Budapest, Széchenyi Platz 7-8
Stadtwäldchen Varosliget


Viele Touristen zieht es auf die Margareteninsel, wenn sie dem Trubel der Stadt entgehen wollen. Die ist auch definitiv eine Reise wert, aber auch der Budapester Stadtpark eignet sich hervorragend für einen kleinen Spaziergang im Grünen. Das Stadtwäldchen Varosliget ist nicht überlaufen von Touristen und hier findet man in der Tat noch ein wenig Ruhe. Ein Besuch lässt sich gut mit dem Sightseeing verbinden. Direkt vom Heldenplatz oder dem Széchenyi Bad gelangt man in den Park.

Von dieser Seite kommt man direkt zu der altertümlichen Burg Vajdahunyad, welche sich auf dem Gelände vom Stadtwäldchen befindet. Sie erinnert ein wenig an die Burg aus dem Film Frankenstein und hat etwas mystisches. Allerdings spukt es hier nicht und es gibt auch keine gruseligen Geschichten über die Burg. Hier findet sich seit Errichtung der Burg das Landwirtschaftsmuseum Ungarns, in dem die ungarische Geschichte der Landwirtschaft dargestellt wird. Ein Besuch des Museums ist nur für wirklich sehr Interessierte zu empfehlen. Das frei zugängliche Gelände der Burg lohnt sich aber auf jeden Fall. Anschließend kann man sich im Park etwas erholen und die Seele baumeln lassen, bevor es dann weiter geht in die belebte Stadt.

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