DIE BESTEN TIPPS FÜR 3 TAGE IN LISSABON

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Kaum eine andere europäische Metropole fasziniert so wie Lissabon. Lissabon lockt das ganze Jahr über Millionen von Touristen an – kein Wunder bei den zahllosen Sehenswürdigkeiten der Stadt

Eigentlich scheint es zunächst kaum nachzuvollziehbar, wie sich der Fado, dieser oft sehr traurige portugiesische Musikstil, in einer Stadt wie Lissabon überhaupt entwickeln konnte – denn vieles in der Metropole steht für das genaue Gegenteil von Melancholie.

Lissabon kann fröhlich sein, laut, und die Stadt steckt voller erhabener Monumente und spektakulärer Sehenswürdigkeiten. Und der Fado ist kein Relikt vergangener Zeiten, sondern fester Bestandteil des bunten Nachtlebens.

Einen Citytrip durch Lissabon beginnt man am besten in Baixa, auch Baixa Pombalina genannt, dem wohl kontrastreichsten Viertel der portugiesischen Hauptstadt. Es verbindet wie kaum ein anderes historische Orte mit modernem Leben. Ein guter Ausgangspunkt für eine Erkundungstour ist der Rossio bzw. Praça de Dom Pedro IV, wo sich Sehenswürdigkeiten wie der alte Bahnhof Terminal do Rossio befinden – von hier aus gelangt man auch in das nahe gelegene Sintra. Nicht zuletzt zieht der Platz aber auch wegen seiner zahlreichen Cafés und Bars Besucher an, denn hier bekommt man zu jeder Zeit einen schönen Espresso zu Preisen um die 70 Cent, sowie den für Lissabon typischen Likör Ginjinha, der aus Sauerkirschen hergestellt wird.

Über die schicke Rua Augusta mit ihren Läden und Restaurants gelangt man schließlich schlendernd, aber schnurgerade zum Praça do Comércio, der von einem monumentalen u-förmigen Gebäude eingerahmt ist und direkt auf den Tejo-Fluss hinläuft – an der Promenade ist ein guter Platz für eine erste Verschnaufpause, auch, weil man hier oft Straßenmusikern lauschen oder Künstlern zusehen kann. Wer möchte, schaut sich den Platz von oben an, nämlich vom Triumphbogen Arco da Rua Augusta aus, der seit 1873 über den Platz „wacht“. Skurril: In dem Turm befindet sich wegen des starken Besucherandrangs eine Art Ampelsystem, das den „Verkehr“ von auf- und hinabsteigenden Touristen regelt.

Wem jetzt nach etwas zu Essen isst, der wird in Lissabons berühmter Markthalle Mercado da Ribeira garantiert fündig. Danach hat man dann auch wieder Energie, die Alfama zu erkunden, ein wunderbares Gewirr aus engen kleinen Gassen – und vielleicht Lissabons authentischste Nachbarschaft. Zahlreiche Miradouros, also Aussichtspunkte, laden hier zum Verweilen ein, während man spektakuläre Ausblicke über Lissabon genießt – nicht umsonst befindet sich meist in unmittelbarer Nähe mindestens ein Restaurant. Gekrönt wird die Stadt quasi von der alten Burg, dem Castelo de São Jorge, von wo aus man ebenfalls einen fantastischen Ausblick genießt.

Wer dann langsam genug hat für den ersten Tag, steigt wieder hinab in Richtung Praça do Comércio, um anschließend mit dem nahe gelegenen historischen Fahrstuhl Elevador de Santa Justa ins Bairro Alto zu fahren. Hier tobt an Wochenenden Lissabons Nachtleben. In vielen Bars gibt es Fado live.

Der nächste Tag führt nach Belém, einen etwas abseits gelegenen Stadtteil von Lissabon, der aber dennoch reich an Historie und Sightseeing-Highlights ist. Los geht die Tour am Padrão dos Descobrimentos, einem beeindruckenden Denkmal für die Errungenschaften der portugiesischen Entdecker. Wichtige Figuren wie Vasco da Gama und Heinrich der Seefahrer sind hier auf diesem 52 Meter hohen Turm dargestellt, von dessen Aussichtsterrasse aus man einen weiteren wunderbaren Blick über den Tejo-Fluss und die nahe gelegene Atlantik-Mündung genießt. Aber schauen Sie auch mal nach unten, denn zu Füßen des Turms befindet sich ein gigantisches Mosaik in Form einer Windrose, in deren Mitte eine Weltkarte mit allen portugiesischen Entdeckungen verbaut ist.

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